Mercedes-Benz bereitet eine radikale Neugestaltung seiner A-Klasse der Einstiegsklasse vor und geht weg von den traditionellen Schrägheck- und Limousinendesigns hin zu einem Fahrzeug im Crossover-Stil, das SUV- und Minivan-Elemente vereint. Die für 2028 geplante Änderung spiegelt einen umfassenderen Wandel hin zu Erschwinglichkeit und Praktikabilität wider und berücksichtigt gleichzeitig die sich entwickelnden Verbraucherpräferenzen.
Produktionsverlagerung und Zukunftspläne
Ab Anfang 2026 wird Mercedes die A-Klasse-Produktion von Deutschland in sein Werk Kecskemét in Ungarn verlagern. Dabei handelt es sich nicht um eine Absage, sondern um einen strategischen Schritt zur Konsolidierung der Ressourcen. Das Werk in Rastatt in Deutschland wird sich auf andere Modelle konzentrieren, die auf der MMA-Plattform basieren (die auch dem CLA, GLA und GLB zugrunde liegt), während Ungarn sich auf den Bau der A-Klasse der nächsten Generation vorbereitet.
Laut Entwicklungschef Jörg Burzer wird das neue Modell anders sein als alles, was derzeit in der Mercedes-Produktpalette zu finden ist. Seine Beschreibung deutet darauf hin, dass das Unternehmen nicht einfach die A-Klasse ersetzt, sondern etwas völlig Neues im Kompaktsegment schafft.
Warum ein Crossover?
Mercedes richtet sich mit dieser Neugestaltung an ein jüngeres Publikum. Die höhere Sitzposition und die van-ähnliche Verpackung sollen Stadtfahrer und junge Familien ansprechen, die Wert auf Flexibilität und Platz legen, ohne auf die Masse eines großen SUV verzichten zu müssen. Der Preis des Fahrzeugs wird voraussichtlich unter dem GLA und dem GLB liegen und so einen leichter zugänglichen Einstiegspunkt für Mercedes-Erstkäufer bieten.
„Das neue Modell wird anders sein als alles, was es bisher gab … ein sehr attraktives Fahrzeug.“ – Jörg Burzer, Mercedes-Entwicklungschef
Der Schritt steht auch im Einklang mit breiteren Markttrends. Während die aktuelle A-Klasse nach wie vor beliebt ist (im Jahr 2025 werden in Europa fast 70.000 Einheiten verkauft), steigt die Nachfrage nach erschwinglichen Mercedes-Modellen. Die Marke hatte zunächst eine mögliche Verkleinerung ihrer Kompaktklasse angedeutet, doch dieser Crossover ist eine direkte Reaktion auf die Kundennachfrage.
Die MMA-Plattform und zukünftige Antriebsstränge
Die neue A-Klasse wird auf der MMA-Plattform von Mercedes gebaut, die Benzin-, Hybrid- und Elektroantriebe unterstützt. Dies gewährleistet Vielseitigkeit und ermöglicht es Mercedes, eine Reihe von Konfigurationen anzubieten, um den unterschiedlichen Marktanforderungen gerecht zu werden. Die Flexibilität der MMA-Plattform ist von entscheidender Bedeutung, da sie es Mercedes ermöglicht, sich schnell an sich ändernde Vorschriften und Verbraucherpräferenzen anzupassen.
Erschwinglichkeit bleibt der Schlüssel
Trotz eines leichten Absatzrückgangs im Jahr 2025 (69.777 Einheiten vs. 75.240 im Jahr 2024) bleibt die aktuelle A-Klasse der viertmeistverkaufte Mercedes in Europa. Der neue Ersatz im Crossover-Stil soll den GLA im Preis unterbieten und ihn zu einer überzeugenden Option für preisbewusste Fahrer machen, die immer noch das Mercedes-Emblem wollen.
Fazit: Die Entscheidung von Mercedes, die A-Klasse als Crossover neu zu konzipieren, signalisiert einen erneuten Fokus auf Erschwinglichkeit und Praktikabilität innerhalb seiner Kompaktpalette. Bei diesem Schritt geht es nicht nur um Kosteneinsparungen; Es handelt sich um eine strategische Reaktion auf veränderte Verbraucherpräferenzen und um eine starke Präsenz auf dem Luxuseinstiegsmarkt.























