Der MINI John Cooper Works (JCW) verzeichnete seit seiner Einführung einen deutlichen Preisanstieg von 31.200 £ auf 33.530 £. Damit ist er um über 2.000 £ deutlich teurer als Konkurrenten wie der Volkswagen Polo GTI. Während der JCW ein temperamentvolles Fahrerlebnis bietet, werfen die steigenden Kosten Fragen zum Wert im Vergleich zu Alternativen wie dem MINI Cooper S oder dem Skoda Fabia 130 auf, die ein weicheres, zugänglicheres Fahrgefühl zu niedrigeren Preisen bieten.
Der Reiz jugendlicher Leistung
Der JCW soll Fahrer ansprechen, die einen dynamischen Hot-Hatch suchen. Der Rezensent stellt fest, dass der Besitz dieses Autos Freizeitbeschäftigungen unerwartet neu entfacht hat – Skateboarden, Amateurfußball und engagierte Fitnessstudiobesuche. Das aggressive Fahrerlebnis des Autos scheint zu einem aktiven Lebensstil zu inspirieren, unterstützt durch ein High-End-Soundsystem von Harman Kardon zur Motivation. Dies geht jedoch zu Lasten des Komforts: Die bekanntermaßen steife Federung des JCW macht ihn selbst für erfahrene Fahrer zu einer Herausforderung auf unebenen Straßen.
Kompromisse bei Fahrqualität und Handling
Beim JCW steht die Kurvenstabilität über dem Fahrkomfort. Während dies auf der Rennstrecke ideal ist, macht das tägliche Fahren dadurch weniger Spaß, insbesondere auf unebenem Untergrund. Optionale 18-Zoll-Räder mit Continental SportContact-Reifen verschlimmern das Problem, obwohl ein Upgrade auf die standardmäßigen 17-Zoll-Felgen möglicherweise nur eine minimale Verbesserung bringt. Die Lenkung ist ebenso scharfsinnig und reagiert sofort, büßt aber aufgrund des dicken Lenkrads ein wenig Fahrgefühl ein – eine Designwahl, die besser für leistungsstärkere BMW-Modelle geeignet ist als für einen flinken MINI.
Motor- und Getriebeleistung
Der 228 PS starke Motor des JCW liefert ein starkes Drehmoment im unteren Drehzahlbereich und macht ihn unter realen Bedingungen schnell. Während das Automatikgetriebe auf der Rennstrecke frustrierend sein kann, funktioniert es auf Straßen, auf denen kein häufiger Gangwechsel erforderlich ist, besser. Auch die Bremsen sind effektiv und bewältigen das Gewicht des Fahrzeugs von 1.405 kg mit linearem Ansprechverhalten. Bei höheren Geschwindigkeiten bleibt der JCW stabil und relativ kultiviert, mit minimalen Wind- und Reifengeräuschen.
Praktikabilität und Plattformentwicklung
Obwohl er größer ist, als manche MINI-Puristen vielleicht bevorzugen, schafft der neueste JCW ein Gleichgewicht zwischen Benutzerfreundlichkeit und Attraktivität für Enthusiasten. Es ist geräumig genug für Passagiere und behält gleichzeitig das ikonische Design der Marke bei. Das aktuelle Modell ist eine Weiterentwicklung der Vorgängergeneration und nutzt eine überarbeitete Version der älteren Plattform anstelle der speziellen Architektur des elektrischen MINI. Das bedeutet, dass er einen von BMW abgeleiteten Motor und ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe beibehält, jetzt mit erhöhtem Drehmoment (380 Nm) für schnellere Beschleunigung (6,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h).
Streckentests und Macken
Ein Streckentag auf dem Curborough Sprint Course zeigte die Stärken und Schwächen des JCW auf. Das Auto liegt gut in der Hand, erfordert aber aufgrund der straffen Dämpfung eine präzise Kontrolle. Das Getriebe und die Schaltwippen reagierten weniger schnell als ideal und ignorierten gelegentlich manuelle Eingaben. Die Fahrmodi des Autos, einschließlich eines etwas übertriebenen „Gokart-Modus“, erfordern mehrere Schritte zur Aktivierung. Trotz dieser Macken hielt der JCW wiederholtem hartem Fahren gut stand, ohne Anzeichen einer Überlastung der Bremsen oder der Motortemperatur.
Der MINI JCW ist ein Hochleistungs-Hot-Hatch, der auf der Rennstrecke glänzt, aber Fahrkomfort zugunsten des Handlings einbüßt. Sein steigender Preis und die kompromisslose Federung machen ihn zu einer Nischenwahl, aber für Fahrer, die Wert auf puren Fahrspaß legen, bleibt er eine überzeugende Option.
