PS vs. Drehmoment: Eine klare Erklärung

24

Die Begriffe „PS“ und „Drehmoment“ werden häufig verwendet, wenn es um die Motorleistung geht, doch viele Autofahrer verstehen nicht ganz, was sie bedeuten. Beide messen die Motorstärke, stellen jedoch unterschiedliche Aspekte dar, wie diese Stärke in Geschwindigkeit umgesetzt wird. Das Verständnis dieses Unterschieds ist von entscheidender Bedeutung für jeden, der die Fähigkeiten eines Fahrzeugs beurteilt, sei es für das tägliche Fahren, das Abschleppen oder das Rennen.

Was ist Drehmoment?

Das Drehmoment ist das Maß für die Rotationskraft. Betrachten Sie es als die rohe Drehkraft des Motors. Je mehr Drehmoment ein Motor erzeugt, desto leichter kann er Widerstände überwinden – sei es beim Anfahren eines Fahrzeugs aus dem Stillstand oder beim Ziehen einer schweren Last. Das Drehmoment wird in Einheiten wie Pfund-Fuß (lb-ft) oder Newtonmeter (Nm) ausgedrückt.

Das Prinzip des Drehmoments ist einfach: Eine auf Distanz ausgeübte Kraft erzeugt eine Rotation. Ein längerer Schraubenschlüssel erleichtert das Lösen einer festsitzenden Schraube, da er die Hebelwirkung erhöht und die Drehkraft vervielfacht. In einem Motor entsteht das Drehmoment durch den Verbrennungsprozess, der die Kolben drückt, wobei größere Kolben und eine Zwangsansaugung (Turbolader oder Kompressoren) die Kraft und damit das Drehmoment erhöhen.

Was ist Pferdestärke?

Bei der Leistung geht es nicht nur darum, wie stark ein Motor ist, sondern auch darum, wie schnell er arbeiten kann. Er wird berechnet, indem das Drehmoment mit der Motordrehzahl (U/min) multipliziert und durch eine Konstante (5.252) dividiert wird. Das bedeutet, dass es bei der Leistung nicht nur um die reine Kraft geht, sondern auch darum, wie schnell diese Kraft im Laufe der Zeit ausgeübt wird.

Das Konzept der Pferdestärke entstand im 18. Jahrhundert, als James Watt eine Möglichkeit brauchte, die Leistung von Dampfmaschinen mit den Arbeitspferden der damaligen Zeit zu vergleichen. Er schätzte, dass ein Pferd 33.000 Pfund Kohle pro Fuß pro Minute heben konnte, was er als eine Pferdestärke definierte.

Wie arbeiten sie zusammen?

Das Drehmoment bringt Sie in Schwung, während die Leistung Sie in Schwung hält. Bei niedrigen Drehzahlen dominiert das Drehmoment und sorgt für den ersten Schub. Mit zunehmender Motordrehzahl übernimmt die Leistung die Leistung, was eine nachhaltige Beschleunigung bei höheren Geschwindigkeiten ermöglicht.

  • Hohes Drehmoment, niedrige PS: Üblich bei Dieselmotoren und Lastkraftwagen. Ideal zum Abschleppen oder im Gelände, wo sofortige Zugkraft entscheidend ist.
  • Niedriges Drehmoment, hohe Leistung: In manchen Sportwagen zu finden, die auf hohe Drehzahlen angewiesen sind, um Geschwindigkeit zu erzeugen.

Hersteller geben häufig Spitzendrehmoment- und PS-Werte an, die die maximale Leistung bei bestimmten Motordrehzahlen darstellen. Motoren laufen jedoch nicht ständig auf Höchstleistung; Die tatsächliche Leistung variiert.

Warum es wichtig ist

Das Verständnis von PS und Drehmoment hilft dabei, fundierte Fahrzeugentscheidungen zu treffen. Wenn Sie schwere Lasten ziehen müssen, geben Sie dem Drehmoment Vorrang. Wenn Sie ein schnelles Auto wollen, das sich durch hohe Beschleunigung auszeichnet, sollten Sie sich auf die PS-Zahl konzentrieren. Auch die Effizienz des Getriebes und des Antriebsstrangs spielt eine Rolle: Die vom Motor erzeugte Kraft überträgt sich nicht immer perfekt auf die Räder.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Drehmoment das Maß für die Drehkraft ist, während die Leistung die Geschwindigkeit angibt, mit der Arbeit verrichtet wird. Beide sind für das Verständnis der Motorleistung unerlässlich und ihr Zusammenspiel bestimmt, wie sich ein Fahrzeug in verschiedenen Situationen anfühlt und verhält.