Toyota C-HR+: Ein raffinierter Elektro-Crossover

16

Der Toyota C-HR+ ist kein eigenständiges Elektrofahrzeug-Design, sondern eine clever verkürzte Version der bZ4X-Plattform – ähnlich wie Skoda den Elroq im Vergleich zum Enyaq positioniert. Dieser strategische Schritt vereint die Vorteile der neuesten Toyota-Updates in einem kompakteren und potenziell attraktiveren Paket.

Design und Exterieur

Optisch unterscheidet sich der C-HR+ vom bZ4X durch eine aggressivere, geknickte Schulterlinie und abgerundete Radhäuser. Trotz der auffälligen Oberfläche, der coupéartigen Dachlinie und des Heckspoilers fällt das Gesamtdesign nicht besonders auf. Es ist ein moderner Crossover, der sich einfügt, statt zu dominieren.

Leistung und Reichweite

Überraschenderweise bietet der C-HR+ eine größere Akkuoption als der aktualisierte bZ4X. Während das Basismodell standardmäßig über eine 57,7-kWh-Batterie mit 165 PS verfügt, verfügt die Langstreckenvariante über ein 77-kWh-Paket gepaart mit einem 221-PS-Motor. Diese Konfiguration bietet eine beeindruckende Reichweite von 378 Meilen bzw. 350 Meilen mit optionalen 20-Zoll-Rädern – und übertrifft damit den Skoda Elroq 85 trotz seiner geringeren Batteriekapazität. Es gibt eine Version mit zwei Motoren und 338 PS, die jedoch nicht auf dem britischen Markt erhältlich sein wird.

Der C-HR+ unterstützt DC-Schnellladen mit bis zu 150 kW, was für dieses Segment ausreichend ist, wenn auch weniger konkurrenzfähig als der Ioniq 5 von Hyundai.

Interieur und Technik

Der Innenraum ist nahezu identisch mit dem bZ4X, wobei Robustheit Vorrang vor Luxus hat. Toyotas charakteristische Mischung aus grauen Gummitexturen dominiert das Armaturenbrett und die Türverkleidungen. Die Mittelkonsole ist praktisch, aber unauffällig. Das Infotainmentsystem ist reaktionsschnell und logisch, wenn auch einfach – eine Eigenschaft, die Toyota-Besitzer oft zu schätzen wissen.

Das hoch platzierte Kombiinstrument und das kleine Lenkrad, die vom bZ4X übernommen wurden, bleiben eine kompromittierte Konfiguration. Trotz verbesserter Sicht bleiben die ergonomischen Herausforderungen bestehen und erfordern umständliche Anpassungen, um die Bedienelemente bequem zu erreichen.

Fahrerlebnis

Der C-HR+ fährt sich wie ein ausgereifter Toyota, mit progressiven Gas- und Bremspedalen. Schaltwippen passen das Niveau der regenerativen Bremsung an, ein echter Ein-Pedal-Modus fehlt jedoch. The single-motor long-range model accelerates from 0-62mph in 7.6 seconds, though the instant torque of the electric motor makes it feel quicker.

Auf britischen Straßen ist das Fahrgefühl komfortabel, stabil und gut gedämpft. Während es der Lenkung an Schärfe mangelt, bleiben die Richtungsstabilität und die Einstellbarkeit der Gassteuerung lobenswert, insbesondere bei aktivierter regenerativer Bremsung. Der C-HR+ bietet Fahrspaß und wird Toyotas Anspruch an ein anspruchsvolles Fahrerlebnis gerecht.

Zuverlässigkeit und Eigenverantwortung

Toyotas Ruf für Zuverlässigkeit erstreckt sich auch auf den C-HR+. Die Marke bietet eine potenzielle 10-Jahres-Garantie und eine transparente Überwachung des Batteriezustands über ein Display im Sichtfeld des Fahrers. Die Effizienz in der Praxis ist vielversprechend: Toyota gibt 4,6 MPkWh an, obwohl erste Tests der Dual-Motor-Variante 3,0 MPkWh ergaben.

Preise und Wert

Der C-HR+ ist preisgünstig und profitiert vom UK Electric Car Grant. Das Basismodell des Icon kostet ab 32.995 £, aber das Mittelklassemodell Design bietet mit 36.150 £ das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und unterbietet den Skoda Elroq und den Kia EV5. Der Excel der Spitzenklasse für 40.150 £ bietet größere Räder, dreiphasiges Laden und verbesserte ADAS-Funktionen.

Der C-HR+ ist ein pragmatischer und gut umgesetzter Elektro-Crossover, der die Ingenieurskompetenz von Toyota nutzt, um ein zuverlässiges, komfortables und überraschend effizientes Fahrerlebnis zu bieten. Er bietet eine überzeugende Alternative im wachsenden Markt für Elektrofahrzeuge, insbesondere für Käufer, die Wert auf langfristiges Eigentum und bewährte Technologie legen.