Kjell Gruner, CEO von Volkswagen of America, hat das Engagement des Unternehmens für die Hybridtechnologie bestätigt und angekündigt, dass sowohl die SUVs Atlas als auch Tiguan zusätzlich zur bereits geplanten Hybridversion des Atlas Hybridvarianten erhalten werden. Diese Erweiterung signalisiert einen strategischen Schritt hin zur Diversifizierung des Antriebsstrangs angesichts der sich verändernden Marktanforderungen.
Hybrid Push: Mehr als nur ein Trend
Die Entscheidung, Vollhybride – keine Plug-in-Hybride – in drei Schlüsselmodellen (Atlas, Tiguan und Atlas Cross Sport) einzuführen, spiegelt die Einschätzung von Volkswagen zum US-Markt wider. Obwohl es Plug-in-Hybride gibt, haben sie eine kleinere Anhängerschaft und erhöhen das Gewicht und die Kosten des Fahrzeugs. Der Ansatz von VW zielt auf eine breitere Attraktivität ab, indem eine zugänglichere Hybridoption angeboten wird.
Der Atlas, dessen Hybrid-Auffrischung bereits bestätigt ist, wird durch den Tiguan ergänzt. Die Einbeziehung des Tiguan ist angesichts seines starken US-Verkaufsvolumens von 78.621 Einheiten im Jahr 2025 besonders bemerkenswert. Der kleinere SUV wird den gleichen Vollhybrid-Antriebsstrang wie der Atlas erhalten.
Wachstum der Atlas-Familie
Parallel zur Hybrid-Ankündigung wird Volkswagen das Wachstum der Atlas-Familie mit einer zweiten Generation des zweireihigen Atlas Cross Sport fortsetzen. Von der aktuellen Atlas-Familie, einschließlich des serienmäßigen Dreireihers und des Cross Sport, wurden im Jahr 2025 über 102.000 Einheiten verkauft. Der Cross Sport mit seiner abfallenden Dachlinie macht etwa 30 % dieser Verkäufe aus. Das Modell der nächsten Generation soll 2028 auf den Markt kommen und einer ähnlichen Formel mit zwei Sitzreihen folgen.
US-spezifische Entwicklung
Bei der Einführung dieser Hybride geht es nicht einfach darum, einen neuen Antriebsstrang in bestehende Fahrzeuge einzubauen. VW hat betont, dass diese Hybridsysteme speziell in den USA entwickelt und produziert werden, um den besonderen Marktanforderungen gerecht zu werden. Dazu gehört der Aufbau einer lokalen Lieferkette für Batterien, Getriebe und andere Schlüsselkomponenten. Bei der Verzögerung geht es nicht nur um die Technik, sondern auch darum, ein robustes und unabhängiges Produktionsnetzwerk sicherzustellen.
Zeitleiste und Marktresilienz
Volkswagen geht davon aus, dass der Atlas Hybrid im Jahr 2029 auf den Markt kommen wird, der Tiguan Hybrid etwa zur gleichen Zeit. Gruner betonte, dass VW mit diesem Portfolio aus Verbrennungsmotoren, Hybrid- und Elektrofahrzeugen in der Lage sei, den Marktunsicherheiten standzuhalten, was auch immer passieren mag. Die Entscheidung des Unternehmens, auf Vollhybride statt Plug-Ins zu setzen, ist auch eine bewusste Strategie, um unnötiges Gewicht und Kosten zu vermeiden.
„Der Hybrid muss US-spezifisch sein, daher gibt es nichts im Regal, das wir aufgrund der Anforderungen des US-Marktes einfach nehmen können“, sagte Gruner.
Der Schritt unterstreicht den adaptiven Ansatz von Volkswagen bei der Elektrifizierung, der sich auf Praktikabilität und Marktfähigkeit gegenüber aggressiven Nischenstrategien konzentriert. Die Ausweitung der Hybridoptionen auf alle Kernmodelle wird die Position von VW in der wettbewerbsintensiven US-amerikanischen Automobillandschaft stärken.






















