VW streicht 10 Autos, um Geld zu sparen. Einige davon gehören Ihnen.

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Bis 2030 ist die Hälfte der Modelle verschwunden

Spekulationen über die Zukunft kommentieren wir nicht.

VW sagt fünfzig Prozent. Nicht „einige“. Nicht „ein paar“. Hälfte. Das Portfolio wird vor Ende des Jahrzehnts halbiert. Dann machen sie es wieder. Auch 75 Prozent dessen, was übrig bleibt, verschwinden. Die Produktionsobergrenze liegt bei neun Millionen Autos pro Jahr. Von zehn runter. Die Mathematik ist kalt. Es ist egal, ob Sie Limousinen mögen. Oder Crossover. Oder sportliche Schrägheckmodelle, die großartig klingen, deren Bau aber zu teuer ist.

Die ersten Schnitte haben begonnen. „Sofortige Wirkung“ lautete die Formulierung in der Pressemitteilung. Dringende Sprache. Der Gedanke, von geliehener Zeit zu leben, ist für Enthusiasten ein beängstigender Gedanke. Und Besitzer. Wer kauft einen Jetta und rechnet damit, dass er nächsten Dienstag stirbt?

Die deutsche Boulevardzeitung Bild hat eine Liste. Zehn Namen. Möglicherweise sind nicht alle endgültig. Bei Puristen werden sie definitiv nicht beliebt sein.

Die Limousine stirbt hier

Der VW Jetta geht. Nach vierzig Jahren. Kein Nachfolger geplant. Für VW macht es Sinn. Die Ränder sind dünn. Die Nachfrage ist flach. Honda hält sie am Leben. Toyota auch. VW sagt nein danke. Auch der Taos-Crossover bekommt die Axt. Kaum jemand hat es geliebt. Aber der Jetta? Das tut weh. Ein bisschen.

Der ID.5 geht wahrscheinlich auch. Es war immer unangenehm. Nicht elegant genug, um mit Tesla zu konkurrieren. Nicht robust genug, um ein SUV zu sein. Einfach da. Und jetzt nicht einmal dort.

Porsches Benzinzukunft? Vielleicht nicht.

Vier Porsche verschwinden.

Der Taycan EV? Nach einer Generation. Kein Nachfolger. Die langsamen Verkäufe holen auf. In manchen Ausstattungsvarianten kostet die Herstellung mehr, als man einbringt. Das ICE Cayenne Coupé? Auch tot.

Aber der 718 ist der wahre Knaller.

Porsche versprach ein Benzin-Comeback. Ankündigung im September. Großer strategischer Wandel. Benzinmotoren für Boxster und Cayman. Bild sagt nein. Die gasbetriebenen 71er sind bei ihrer Ankunft tot. Nur der EV 71 überlebt. Soviel zur „strategischen Neuausrichtung“, die die Fangemeinde ein halbes Jahr lang begeisterte.

Ist die Seele von Porsche mit der Bilanz von VW vereinbar?

Die Klärung erfolgt im Oktober. Strategie 2030 Kapitalmarkttag. Vielleicht erfahren wir dann die Wahrheit. Vielleicht kommt der kompakte Gas-SUV, der den Macan ersetzt. Vielleicht taucht der große dreireihige SUV auf. Die Gerüchteküche verabschiedet sich vorerst von den Boxstern.

Audi legt die Sportback-Haut ab

Zwei Crossover verlieren ihre schlanken Oberteile. Der Audi Q5 Sportback ist gestorben. Auch der Q6 E-Tron Sportback. Sie sind neu. Frisch. Aber Audi ersetzt sie nicht. Die Basis Q5 und Q6 bleiben erhalten. Die Sportbacks sind eine Nische. Zu Nische. Das Schwestermodell des Taycan, der E-Tron GT, soll angeblich überlebt haben. Warum? Unklar.

Die Kleinwagen von Audi fallen. Der A1 Sportback ist weg. Das Q2 ist weg. Jetzt stehen die A1- und Q2-Stammspieler auf der Liste. Kleinwagen in Europa sind teure Verbindlichkeiten. Emissionsvorschriften fressen den Gewinn. Ein gesparter Euro ist besser als drei, die man mit einem Schrägheckmodell verdient, für das eine Geldstrafe verhängt wird.

Der SUV Q9 kommt dieses Jahr auf den Markt. Ein A2-Supermini ist auch dabei. Die Marke stirbt also nicht. Es bevorzugt einfach große SUVs gegenüber kleinen flotten Autos.

Skoda und Cupra werden unter Druck gesetzt

Der Skoda Fabia? Aus. Eine Legende. Zuverlässig. Langweilig. Billig. Genau die Mischung, die VW jetzt hasst. Seine Schwestern Polo und Ibiza stehen nicht auf dieser speziellen Liste. Noch. Sie könnten später beitreten. Der Fabia ist nur der erste Dominostein.

Dann gibt es noch den Cupra Raval. Abgesagt, bevor es angefangen hat. Ein neues Modell? Keine Chance auf ein zweites Leben? Wenn dies zutrifft, deutet dies auf die Geschwindigkeit der Axt hin. Oder die Dummheit. Warum eine Fabrik bauen, wenn das Produkt nächstes Jahr nicht existiert?

Wer überlebt die Keulung?

Lamborghini. Bentley. Sie behalten ihre Margen. Kleine Aufstellungen. Hohe Preise. Geringe Lautstärke. Die heilige Dreifaltigkeit des Autoprofits. Lamborghini verzögert sein erstes Elektrofahrzeug. Bentley verzichtet bis 2035 darauf, 100 Prozent elektrisch zu sein. Sie verstoßen gegen die Regeln, die VW durchzusetzen versucht. Weil sie es können.

Bugatti ist nicht einmal mehr Teil davon. Verkauft an Rimac. Aus der VW-Familie verschwunden.

Die Ersparnisse? 6,5 Milliarden Euro bis 2031. Siebeneinhalb Milliarden Dollar. Für zehn Autos. Das sind etwa 65 Millionen pro Typenschild.

Oligarchengeld.

Motor1 hat bei VW nachgefragt. Sie sagten nichts. Nicht einmal ein Nicken.

Der Jetta stirbt. Der Taycan verblasst. Der 718 behält seine elektrische Batterie und verliert sein Gasherz.

War das Benzingebrüll jemals nur ein Marketingtrick?

Wir werden sehen. Oder wir werden es nicht tun.