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Wie Nissans leichtes Metamaterial den Lärm von Elektrofahrzeugen auf der CES 2020 dämpft

Die Schalldämmung eines Autos ist ein brutales technisches Rätsel. Sie benötigen Materialien, die den Schall tatsächlich blockieren, aber nicht schwer sein dürfen. Sie dürfen nicht sperrig sein. Und sie müssen unbedingt billig genug sein, um in Massenproduktion hergestellt zu werden, ohne das Budget zu sprengen. Die größten Lärmverursacher sind meist die Aufstandsflächen von Motor und Reifen. Bis vor Kurzem waren Platten auf Gummibasis die Standardlösung. Doch Forscher bei Nissan haben etwas anderes entwickelt. Eine vielversprechende Alternative, die sich den üblichen Kompromissen widersetzt.

Das Unternehmen stellte diese Technologie auf der CES 2020 vor. Es handelt sich um ein leichtes akustisches Metamaterial. Seine Aufgabe ist es, Breitbandrauschen von 500 bis 1.200 Hz zu stoppen. Dieser Bereich umfasst das Summen der Straße und das Dröhnen des Motors. Die Technologie ist keine Zauberei. Dabei handelt es sich um eine einfache Wabenstruktur, die auf eine Kunststofffolie aufgebracht ist. Wenn Schallwellen auf die Platte treffen, werden sie abprallen. Die Struktur stört die Wellenausbreitung. Es gelangt weniger Lärm in die Kabine.

„Wir begrenzen die Ausbreitung von breitbandigem Frequenzrauschen, ohne nennenswertes Gewicht hinzuzufügen.“

Warum Gewicht für Elektrofahrzeuge wichtig ist

Die wahre Geschichte hier ist die Masse. Dieses neue Material wiegt etwa ein Viertel so viel wie herkömmliche Schalldämpfer. Bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor könnte dieser Gewichtsunterschied nur eine technische Kuriosität sein. Bei einem Elektrofahrzeug ist es ein Leistungsmultiplikator. Leichtere Autos verbrauchen weniger Energie. Das führt direkt zu einer besseren Reichweite. Jedes eingesparte Gramm trägt dazu bei, dass die Batterie länger hält.

Herkömmliche Gummiisolatoren sind dicht. Sie fügen unnötigen Ballast hinzu. Die Lösung von Nissan beseitigt dieses Eigengewicht. Durch das Wabendesign entstehen Lufteinschlüsse, die die Schallübertragung unterbrechen. Es ist Physik, keine Chemie. Sie erhalten akustische Isolierung ohne Nachteile bei der Nutzlast.

Wird das schon in Massenproduktion hergestellt?

Bei neuer Automobiltechnik sind in der Regel die Kosten der entscheidende Faktor. Wenn der Einbau doppelt so teuer ist, wird es nicht in Verbraucherfahrzeuge gelangen. Nissan behauptet, dass die Produktionskosten für dieses Metamaterial nahezu identisch mit denen aktueller Materialien seien. Vielleicht sogar besser. Wenn dies zutrifft, ändert sich dadurch die Wirtschaftlichkeit der Lärmreduzierung.

Derzeit ist eine strenge Schalldämmung auf Premiumsegmente beschränkt. Luxusmarken können sich das zusätzliche Gewicht und die Materialkosten leisten. Durchschnittliche Autos machen oft Abstriche, um die Preise niedrig zu halten. Diese Technologie könnte das ändern. Es ermöglicht einen hohen akustischen Schutz in Fahrzeugen der Einstiegs- und Mittelklasse. Die Barriere ist nicht mehr die Leistung. Es ist Wirtschaft.

Die Zukunft der Kabinenruhe

Reifengeräusche und Motorheulen nehmen zu, je leiser die Fahrzeuge werden. Da bei Elektromotoren das mechanische Klappern der Kolben fehlt, fällt der Straßenlärm auf. Autofahrer merken es stärker. Die Nachfrage nach leisen Kabinen steigt.

Der Ansatz von Nissan zielt auf diese Lücke ab. Eine Wabenfolie ist dünn. Es ist flexibel. Es passt in enge Räume, in die dicke Gummiplatten nicht passen. Der Bereich von 500–1.200 Hz ist entscheidend für den wahrgenommenen Komfort. Es ist das Frequenzband, in dem das menschliche Gehör am empfindlichsten auf Belästigungen reagiert. Durch das Blockieren wird das Fahrerlebnis in einem unverhältnismäßigen Verhältnis zum Kraftaufwand verbessert.

Wird das in Ihrem nächsten Auto landen? Die Technik ist bewährt. Die Wirtschaftswissenschaften arbeiten auf dem Papier. Die Gewichtsersparnis ist real. Wir müssen nur auf den Rollout warten. Eines ist sicher. Die Tage schwerer, unhandlicher Schalldämpfer könnten gezählt sein.

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