Schauen Sie sich auf dem Parkplatz um. Es ist ein Meer aus beigen Limousinen und vernünftigen SUVs. Du fährst wahrscheinlich eins. Die Daten von 2016 lügen nicht. Der Toyota Camry und die Ford F-Serie standen in diesem Jahr mit insgesamt 1,2 Millionen verkauften Einheiten an der Spitze der Verkaufscharts. Das ist ein riesiges Volumen an erstklassigem, zuverlässigem Transport. Die Amerikaner kaufen Autos, die funktionieren. Sie kaufen keine Autos, die begeistern.
Wo sind also die provokativen Maschinen? Die Autos, die einem den Atem rauben, wenn man sie sieht?
Scott Benjamin und Ben Bowlin erläutern dies in ihrer Folge „Ist Ihr Auto langweilig?“ Sie überwinden die Schuldzuweisungen. Es ist nicht nur schlechter Geschmack. Es ist ein systemischer Würgegriff.
Die föderale Vetomacht
Beginnen Sie mit den Regulierungsbehörden. Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat das ultimative Vetorecht. Sie definieren und regulieren jeden Leistungsstandard für Kraftfahrzeuge in den USA.
Denken Sie darüber nach. Sie könnten ein Auto entwerfen, das auf dem Wasser schwimmt. Es könnte Flügeltüren und eine Neonunterbeleuchtung haben. Aber es wird erst auf die Straße kommen, wenn es die komplexen, strengen Sicherheitsbewertungen der NHTSA besteht.
Dies ist kein Vorschlag. Es ist eine Barriere. Die Regierung legt die Grundlinie fest. Wenn ein Design die Crashtests und Emissionsprotokolle nicht übersteht, stirbt es im Labor. Sicherheit geht vor. Stets.
Die Buchhaltung zerstört Ihren Traum
Nun zum wahren Bösewicht. Die Buchhaltungsabteilung.
Die Herstellung von Autos ist brutal teuer. Man könnte meinen, ein 25.000-Dollar-Auto beschert dem Hersteller einen satten Gewinn. Das ist nicht der Fall. Toyota verdient mit jedem Fahrzeug etwa 2.000 US-Dollar. Einige Hersteller verdienen weniger als 1.000 US-Dollar pro Einheit.
Das ist hauchdünn.
Wenn Ingenieure ein cooles Designmerkmal oder eine Leistungsoptimierung vorschlagen, konzentriert sich die Finanzabteilung auf das Endergebnis. Wenn dieses Merkmal den Rand ruiniert, wird er abgeschnitten. Es ist wie mit diesem Kollegen, Doug, der Ihre Spesenabrechnung für den Kauf eines etwas besseren Kaffees missbilligt. Die Mathematik lügt nicht. Die Margen sind zu knapp, als dass man es bei „cool“ riskieren könnte.
Das Optionsspiel
Nicht alle Autos sind gleich. Hersteller nutzen Optionen, um ihre Gewinnmargen aufzuteilen.
Anstatt ein cooles Basismodell zu bauen, verkaufen sie möglicherweise eine „sportliche“ Version als hochpreisiges Paket. Wenn Sie sich für die Basisausstattung entschieden haben, haben Sie das langweilige Auto bekommen. Wenn Sie die glänzende Variante wollten, mussten Sie bezahlen.
Ihr langweiliges Auto könnte nur an Ihrem unflexiblen Bankkonto liegen. Oder vielleicht einfach nur schlechte Entscheidungen. Der Hersteller hat Sie nicht dazu gezwungen. Sie konnten sich das „Spaß“-Paket einfach nicht leisten.
Kunststoffklammern und technische Realität
Kommen wir zur technischen Seite. Ingenieure entscheiden nicht, wie ein Auto aussieht. Sie sorgen dafür, dass es nicht auseinanderfällt.
Ihre Aufgabe besteht darin, Plastiknägel herzustellen. Sie kennen die. Die kleinen Clip-Türme, die die Kunststoffteile im Inneren an Ort und Stelle halten. Ingenieure verbringen Stunden mit diesen Details. Sie träumen nicht vom nächsten Lamborghini. Sie sorgen dafür, dass das Armaturenbrett befestigt bleibt, wenn Sie in ein Schlagloch geraten.
Styling-Teams wollen Kunst schaffen. Aber sie stoßen gegen Wände. Regierungsvorschriften. Buchhaltungsbeschränkungen. Technische Grenzen.
Auch die Stylisten sind verzweifelt. Sie wollen tolle Autos bauen. Aber für sie gelten die gleichen Regeln wie für alle anderen.
Dem Markt folgen
Ben weist auf einen entscheidenden Fehler hin. Dem Markt zu folgen führt zu generischen Designs.
„Es spielt keine Rolle, wie schlau man in den Produktionsräumen ist: Wenn es niemand kaufen will, ist man immer noch am falschen Ende“, sagt er.
Hersteller jagen, was sich verkauft. Der Camry verkauft sich. Die F-Serie verkauft sich. Also machen sie mehr davon. Sie gehen kein Risiko ein. Sie sind nicht wild innovativ. Sie reproduzieren den Erfolg.
Deshalb fühlt sich Ihr Auto langweilig an. Das liegt nicht daran, dass es den Designern an Talent mangelt. Das liegt daran, dass Sicherheitsvorschriften, geringe Margen und risikoscheue Verbraucher dazu geführt haben, dass ein durchschnittliches Fahrzeug so aufregend ist.
Das Ergebnis? Eine Flotte funktionaler, sicherer und absolut unvergesslicher Maschinen.






















